Ratgeber Diabetes Typ 2

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Diabetes Typ 2: Therapie

Die Behandlung des Diabetes Typ 2 hat zum Ziel, den Blutzuckerwert langfristig zu normalisieren und dadurch die Lebensqualität wiederherzustellen bzw. zu erhalten und akute Komplikationen und Spätschäden zu vermeiden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Umstellung der Ernährung und Lebensweise.

In der Therapie des Typ 2-Diabetes ist v. a. der Patient selbst gefragt: Er kann durch sein Verhalten großen Einfluss auf den Verlauf seiner Erkrankung nehmen. Das Wissen über die Erkrankung im Allgemeinen sowie Möglichkeiten der Beeinflussung des Blutzuckerspiegels durch gesunde Ernährung und Sport können z. B. Patientenschulungen vermitteln. Nach Möglichkeit soll dadurch eine Reduktion des Übergewichts und des Blutzuckerspiegels erreicht werden.

Da jedoch diese Maßnahmen allein häufig nicht ausreichen, wird von Experten häufig für einen frühen Therapiebeginn mit dem oralen Antidiabetikum (OAD) Metformin plädiert. Diese Therapieempfehlung soll bald auch in die Leitlinien der Deutschen Diabetesgesellschaft einfließen, die voraussichtlich im Herbst 2009 erscheinen. Metformin ist ein Arzneimittel, das die Neubildung von Glukose in der Leber hemmt und deren Aufnahme in das Fett- und Muskelgewebe fördert. Dadurch trägt Metformin zur Senkung des Blutzuckerspiegels bei.

Kriterium für den Beginn einer medikamentösen Behandlung bzw. für einen Einsatz weiterer OAD ist der Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Liegt er nach einem Zeitraum von mehreren Monaten immer noch über 6,5 %, wird die Therapie angepasst. Eingesetzt werden neben Metformin u. a. Glinide und Sulfonylharnstoffe. Sie regen die Insulinausschüttung an. Neben diesen OAD wird auch die Insulintherapie angewandt. Der Einsatz von Insulin zusätzlich zu Metformin wird v. a. dann empfohlen, wenn der Langzeitblutzucker über 7,5 % liegt.

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