Ratgeber Diabetes Typ 2

Informationen für Betroffene und interessierte

Diabetes Typ 2: Symptome und Diagnose

Typ 2-Diabetes nimmt bei den meisten Betroffenen einen schleichenden Verlauf: Zu Beginn kann der Körper durch verstärkte Insulinproduktion die zunehmende Insulinresistenz der Körperzellen kompensieren. Viele Patienten wissen daher nichts von ihrer Erkrankung und erfahren zufällig, dass sie „zuckerkrank“ sind. Typische Symptome wie sie bei Typ 1-Diabetes auftreten (verstärktes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen etc.) sind selten.

Bestimmung des Glukosegehalts im Blut

Zur Diagnose eines Diabetes mellitus kann z. B. eine Bestimmung des Glukosegehalts im Blut nach achtstündiger Fastenperiode (sog. Nüchternblutzucker) herangezogen werden. In der Regel wird dieser Test an einem zweiten Tag wiederholt. Diabetes liegt vor, wenn der Glukosegehalt im venösen Blutplasma 126 mg/dl oder mehr beträgt. Auch im nicht-nüchternen Zustand kann ein Bluttest durchgeführt werden. Für die Diagnose Diabetes muss der Glukosegehalt dabei im venösen Blutplasma 200 mg/dl oder höher sein.

Diabetes mellitus oder gestörte Glukosetoleranz?

Zur Diagnose eines Diabetes mellitus oder einer gestörten Glukosetoleranz kann ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden. Der Patient trinkt hierfür in fünf Minuten 75 g Glukose, die in 300 ml Wasser aufgelöst wurden. Vorher und zwei Stunden nachdem die Glukose getrunken wurde, wird der Blutzucker gemessen. Bei einem Wert zwei Stunden nach der Glukoseaufnahme größer oder gleich 126 mg/dl liegt Diabetes mellitus vor. Zwischen 140 mg/dl und 199 mg/dl handelt es sich um eine gestörte Glukosetoleranz (engl. Impaired glucose tolerance: ICT).

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